Lektion 5 von 13 · Mitgliedschaft aufbauen

Wie formulierst du ein Mission Statement für dein Medium?

Ein Mission Statement sagt in einem Satz, wozu es dein Medium gibt. Es hilft dir zu entscheiden und Nein zu sagen, und es zeigt deinem Publikum, ob es zu deiner Community gehören will. Eine konzentrierte Stunde genügt, um es zu finden. Fang bei deiner eigenen Motivation an, frag immer wieder „Aber wozu?“ und trau dich, ein wenig pathetisch zu sein.

Video 26:14Lesezeit 5 Min.Mit Justus Mache und Sebastian EsserStand:

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0:00Wozu statt warum: Was eine Mission leistet

Justus Mache: Hallo Sebastian.

Sebastian Esser: Hallo Justus, grüß dich.

Justus Mache: Heute wollen wir in dieser Session darüber sprechen, wie man den Grund für das Ganze, für ein Membership-Programm, findet und welche Gedanken man sich da machen kann. Vielleicht könntest du deinen ersten Approach schildern: Worüber sollte man sich als Erstes bewusst werden, wenn man darüber nachdenkt?

Sebastian Esser: Genau. Also erst mal würde ich total verstehen: Du bist gerade dabei, dir ein eigenes Medium auszudenken oder es zu starten, oder hast es schon getan. Dann ist man mit solchen grundsätzlichen Fragen, die immer ein bisschen nach Blabla klingen oder eine Nummer zu groß und zu pathetisch sind, eher weniger beschäftigt. Ich kann aber aus Erfahrung mit ganz vielen Projekten, die wir schon betreut haben, sagen, dass es wirklich eine gute Idee sein kann, sich mit der sogenannten Mission zu beschäftigen. Im Grunde bezeichnet das das Wozu: Wozu mache ich das alles hier?

Sebastian Esser: Das einmal konkret auszuformulieren, ist erstaunlich wichtig, aus folgenden Gründen. Zum einen hilft es dir selbst, Entscheidungen zu fällen. So abstrakt es am Ende klingt, umso konkreter hilft es im Alltag. Und zum anderen hilft es den Leuten, die entscheiden müssen, ob sich deine Publikation für sie eignet oder nicht. Deswegen ist dieses Wozu auch präziser als das Warum. Warum klingt ein bisschen nach: Wieso machst du denn das alles? Das ist keine wirklich hilfreiche Frage. Dieser kleine Unterschied, nach dem Wozu zu fragen, ist tatsächlich sinnvoll, weil das nach dem Zweck fragt. Es ist also etwas sehr Praktisches, auch wenn so ein Mission Statement natürlich erst mal relativ abstrakt klingt.

Sebastian Esser: Wie dir das konkret selbst hilft: Zum einen ist man als Gründer immer in Gefahr, sich zu verzetteln. Es gibt wahnsinnig viel zu tun. Man muss erst mal das Produkt erstellen, also publizieren, podcasten, schreiben und so weiter. Dann gibt es diese ganzen Produktfragen in Anführungszeichen: Wie findet das Ganze ins Internet, wie klingt das gut, wie sieht es gut aus, Design. Man hat viel zu wenig Mittel, und dann sollte die Vermarktung ungefähr 50 Prozent der Arbeit ausmachen. Mit anderen Worten: Man hat echt viel zu tun, man hat zu viel zu tun. Das heißt, man muss Dinge weglassen, sonst verzettelt man sich total und macht zu viel und nichts so richtig.

Sebastian Esser: Dabei hilft so ein Mission Statement, wenn man bei jeder Entscheidung, die zu fällen ist, genau weiß: Zahlt das jetzt auf meine Mission ein oder nicht? Dann kann man zu ganz vielen Dingen Nein sagen, die man sonst mitgemacht hätte. Oft auch, wenn man denkt: Das macht jemand anders doch auch, das gehört doch irgendwie dazu. So ein Mission Statement klingt jetzt wiederum wie eine Art Aufsatz in der Schule. Es kann aber ein ganz einfacher, kleiner Satz sein. Es muss nicht wahnsinnig aufwendig sein. Dennoch ist es natürlich ziemlich schwierig, so etwas erst mal so dicht aufzuschreiben, dass es wirklich diese beiden Zwecke erfüllt: dass es mir selbst hilft und eben auch meinem potenziellen Publikum hilft zu beurteilen, ob es zu dieser Community gehören möchte oder nicht.

3:29Mission Statements finden: das Beispiel Vox

Justus Mache: Sind dir da in den letzten Jahren Beispiele begegnet, die dir im Kopf geblieben sind? Nicht von deinen eigenen Projekten, sondern solche, die dir als Rezipient hängen geblieben sind?

Sebastian Esser: Ja. Es ist so ein kleines Hobby von mir, mir anzugucken, wie andere das machen, und das kann ich auch jedem empfehlen. Ich gucke mir ehrlich gesagt vor allem die amerikanischen oder englischsprachigen Marken an, weil das bei denen viel stärker dazugehört. In Deutschland ist es noch nicht so etabliert. Und ein Trick, wie man diese Mission Statements sehr einfach findet: Man googelt sie. Ich teile mal kurz meinen Bildschirm, um das an ein paar Beispielen durchzugehen.

Justus Mache: Na klar.

Sebastian Esser: Das dauert nur einen kleinen Moment. Wenn man jetzt zum Beispiel vox.com googelt: Die hatten früher ein anderes Mission Statement, nämlich „Understand the News“. Da ist wahnsinnig viel drin, obwohl es nur drei Wörter sind, nämlich News und Understand. Das ist sozusagen die Hauptleistung. Sie haben ihren Claim offenbar im letzten halben Jahr geändert. Wenn man das googelt, sieht man ihn direkt in der Überschrift.

Sebastian Esser: Das gehört quasi zur Marke dazu. Bei diesen amerikanischen Medienmarken steht das immer sehr prominent, damit man sofort begreift, worum es hier geht, und damit auch die Mitarbeitenden selbst immer wieder daran erinnert werden. Der neue Claim von vox.com lautet „… explained“. Ich weiß nicht, ob ich das besser finde. Aber ich nehme an, dass „explained“ ein besseres Versprechen ist als „understand“. Understand klingt natürlich ein bisschen nach Schule, nach Hausaufgaben und anstrengend. Bei „explained“ wird mir etwas angeboten. Das haben sie garantiert getestet, und es hat auch funktioniert.

5:38Quartz und Axios: Leistung, Thema, Zielgruppe

Sebastian Esser: Lass uns ein anderes Beispiel nehmen: qz.com, das ist eine Wirtschaftsseite. Deren Claim ist „Make business better“, auch neu. Die Frage ist, ob das nicht eher eine Art Werbeclaim ist. Die eigentliche Mission ist möglicherweise das hier: „Quartz is a guide to the new global economy for people who are excited by change.“

Sebastian Esser: Was man hier sieht: Da kommen im Grunde alle Elemente vor. Was ist es? Ein Guide. Sie hätten auch sagen können: ein Newsletter, ein Magazin, ein Podcast oder etwas Ähnliches. Aber Guide ist ein etwas abstrakterer Begriff, weil die Distributionsform, also in welchem Format das bei mir ankommt, gar nicht so wahnsinnig relevant ist. Worum geht es? The new global economy, also nicht nur die Wirtschaft, sondern die neue globale Wirtschaft. Wer mit diesem Begriff etwas anfangen kann, kann sich selbst sagen: Okay, ich gehöre dazu, weil mich das interessiert. Ich arbeite in einem Unternehmen, das global tätig ist und das auf neue Art und Weise macht. Dieser Begriff scheint ziemlich gut zur Zielgruppe von Quartz zu passen.

Sebastian Esser: Und dann geben sie noch eine explizite Bezeichnung für diese Zielgruppe: for people who are excited by change, also Leute, die sich von Veränderung begeistern lassen. Alle drei Elemente dienen dazu, dass man selbst beurteilen kann, ob man das attraktiv findet. Es ist nicht wirklich Werbung, sondern eher eine sehr exakte Beschreibung. Und natürlich auch ein Anspruch, den sie dann einhalten müssen. Das Quartz-Team kann immer überprüfen: Ist dieser Artikel, den ich jetzt veröffentliche, wirklich ein Guide? Hilft er meinen Leserinnen und Lesern, sich zurechtzufinden? Geht es hier wirklich um die New Global Economy, und spreche ich zu diesen Leuten? Ich würde behaupten, das hilft enorm.

Sebastian Esser: Noch ein drittes Beispiel: Axios. Die haben es wieder andersherum gemacht. In der Überschrift steht „Breaking News, US News in Politics, Local News“. Das ist als Mission nicht so wahnsinnig effektiv, würde ich sagen, das hat wahrscheinlich irgendwelche Suchmaschinengründe. Egal. Die Mission findet man hier im ersten Satz: „Smart, efficient news worthy of your time, attention and trust.“

Sebastian Esser: Was hier super ist: Es wendet sich direkt an den Leser und die Leserin. Man spricht die Leute mit dieser Mission direkt an: worthy of your time. Mit anderen Worten: Wir sparen dir Zeit. Ein ganz wichtiges Wertversprechen. Zum Thema Wertversprechen gibt es noch eine eigene Session. Smart, efficient news: Zum einen sind es Nachrichten, es handelt sich also nicht um Hintergründe, Guides oder Explainer wie in den beiden anderen Beispielen. Und die sind smart und efficient. Das Thema Zeit und Effizienz scheint hier ganz wichtig zu sein.

Sebastian Esser: Worthy of your time, attention and trust: Es ist es wert, dass ich meine Zeit dafür aufbringe, dass ich meine Aufmerksamkeit darauf richte, und ich kann dem sogar vertrauen. Auch das finde ich ein ziemlich gutes Mission Statement. Was hinten dran kommt, hat wie gesagt wahrscheinlich eher technische Hintergründe. So kann man es mit allem machen, zum Beispiel mit Vorbildmedien, die man im englischsprachigen Raum hat. Man kann nachsehen, was deren Mission Statement ist, indem man sie googelt. Nichts wäre einfacher.

9:09Washington Post und New York Times: Mission mit Pathos

Sebastian Esser: Ich würde gern noch zwei andere Beispiele zeigen, und unterbrich mich bitte, Justus, wenn ich zu viel und zu lange rede. Das eine wäre die Washington Post. Deren Claim ist inzwischen ein anderer, aber das war ein Claim, den sie eingeführt haben, nachdem Donald Trump gewählt worden war, wenn ich mich richtig erinnere 2016. Da haben sie unter ihr Logo „Democracy Dies in Darkness“ geschrieben.

Sebastian Esser: Daraufhin gab es einen sogenannten Trump Bump, nicht in der Auflage, sondern in der Zahl der digitalen Subscriber der Washington Post. Dieses Mission Statement ist natürlich viel mehr von Pathos und von politischer Haltung getrieben als die drei Marken, die wir uns eben angeguckt haben. So viele Leute haben sich als Teil dieser Community gefühlt, die die Demokratie vor der Dunkelheit schützen will, vor den Mächten der Dunkelheit sozusagen. Mit anderen Worten: Die Leute haben sich so sehr mit dieser Mission identifiziert, dass sie durch ihre Zahlung Teil dieser Mission werden wollten.

Sebastian Esser: Hier sieht man, dass diese Mission tatsächlich größer dargestellt wird als das Logo selbst. Es gab T-Shirts davon und so weiter. Das war super effizient. Es hat aber nichts mit dem eigentlichen Produkt zu tun. Da steht nicht: Du bekommst jeden Tag Hunderte super recherchierte Nachrichten von uns. Sondern es ist die Mission, sie ist sieben Stockwerke weiter oben angesiedelt. Wenn man das liefern kann, also wenn man ein Produkt hat, das mit so etwas arbeiten kann, dann ist das natürlich sehr gut. Ich würde mir sehr gut überlegen, ob das nicht auch für dein Medium Sinn ergibt.

Sebastian Esser: Noch schnell ein anderes Beispiel aus demselben Bereich: Die New York Times hat dann versucht, das nachzumachen. Zumindest behaupte ich, dass es der Versuch ist, diesen Claim nachzumachen. Inzwischen haben übrigens beide schon einen anderen Claim. Das haben wir auch bei vox.com gesehen: Man sollte das ab und zu testen und anpassen. Da spricht überhaupt nichts dagegen. Das muss man sich nicht eintätowieren und für alle Ewigkeit beibehalten.

Sebastian Esser: Die New York Times hat es mit dem Begriff „Truth“ versucht. Sie wollten den Begriff Wahrheit mit der eigenen Marke verbinden. Man konnte solche Poster kaufen und sich in die Küche hängen. Das hier ist, glaube ich, am New-York-Times-Gebäude am Times Square. Es geht immer um Wahrheit. Pathetischer geht es kaum, als diesen Begriff Wahrheit mit der New York Times zu verbinden. Das war sozusagen das Mission Statement der New York Times.

Sebastian Esser: Ich höre jetzt mit der Bildschirmfreigabe auf. Aber das ist mit Mission Statement gemeint. Wenn man so etwas nicht hat, vermisst man es erst mal nicht. Wenn man es aber hat, weiß man, dass es wirklich sehr praktisch ist, um zu überprüfen, ob man ein Versprechen abgibt, das man dann auch einhalten kann.

12:38Eine Mission nach innen und außen: Spiegel, Zeit, FAZ

Justus Mache: Da sind wir jetzt ein-, zweimal ein bisschen lang geschrammt. Ich würde trotzdem gern noch kurz das Spotlight darauf lenken, dass das Mission Statement nicht nur für den Betrieb wichtig ist, also um das eigene Projekt immer wieder zu hinterfragen, sondern auch für die Zielgruppe oder die potenzielle Zielgruppe. Es ist ja sicher nicht so, dass man sich das nur selbst sagt, „Sagen, was ist“, um es mal für den Spiegel im deutschen Bereich zu nennen, sondern es soll auch nach außen wirken.

Justus Mache: Sollte man überlegen, unter Umständen zweigleisig zu fahren und zu sagen: Okay, wir als Medienbetrieb haben ein internes Mission Statement für uns selbst, kommunizieren nach außen aber etwas anderes? Oder sollte man versuchen, das wirklich gleich zu halten?

Sebastian Esser: Ich würde gerade für unabhängige Medienmacherinnen, die hier wahrscheinlich zuhören, empfehlen, dass es dasselbe ist. Natürlich kann man das noch beliebig auffächern. Dann müsste man über Mission, Vision und auch Strategie sprechen. Aber das führt hier ein bisschen zu weit und ist auch nicht unbedingt nötig, würde ich behaupten. Es ist schon gut, wenn man so etwas quasi auf einen Zettel an die Wand schreiben kann.

Sebastian Esser: Du hast schon erwähnt, dass der Claim vom Spiegel „Sagen, was ist“ lautet. Das ist im Grunde ein Zitat von Rudolf Augstein, das inzwischen wahrscheinlich 70 Jahre alt ist. Es steht aber immer noch da an der Wand. Man kann darüber streiten, wie toll man das findet, aber es kommuniziert nach innen etwas sehr Starkes und auch nach außen. Nach dem Motto: Wir erzählen hier keinen Quatsch, das ist die Wahrheit. Darüber kann man natürlich streiten. Der Spiegel hat eine eigene politische Haltung, früher war er links, heute, keine Ahnung, was er heute ist. Natürlich ist das nicht einfach nur die Wahrheit, und natürlich interpretiert der Spiegel die Welt. Aber diesen Anspruch zu formulieren, das ist etwas ganz Starkes.

Sebastian Esser: Die Zeit dagegen hat einen Claim, der lautet „Die Zeit ist anders“. Ich hoffe, sie haben ihn inzwischen abgeschafft, weil das totaler Quatsch ist. Das hilft niemandem, weder dem Zeit-Team noch mir als potenziellem Leser. Die Zeit ist anders – toll, vielen Dank für die Info.

Sebastian Esser: Interessant fand ich, was die FAZ mal versucht hat, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, also die konservative Qualitäts-Tageszeitung. Vor einem Jahr oder so hatten sie eine neue Kampagne und haben versucht, ein neues Mission Statement ganz stark durch Werbung zu etablieren. Sie haben versucht, den Begriff Freiheit – ich will nicht sagen, zu kapern, aber mit der eigenen Marke zu verbinden. Das ist eine ähnliche Strategie wie die der New York Times mit dem Begriff Wahrheit. „Freiheit beginnt mit F“, haben sie dann bei der FAZ gesagt.

Sebastian Esser: Auf Deutsch funktioniert das natürlich nicht so gut wie auf Englisch, das muss man dazu sagen. Mit der deutschen Sprache ist das direkt ein bisschen schwieriger. Trotzdem fand ich das mutig und richtig. Ob es funktioniert hat, würde ich fast bestreiten, weil ich glaube, dass heute niemand die Marke FAZ mit Freiheit verbindet. Aber sich zumindest einen Wert ganz groß an die Brust zu heften, finde ich gut.

16:12Pathos ja, Ironie nein: die Erfahrung von Krautreporter

Sebastian Esser: Und selbst wenn einem das ein bisschen drüber oder zu pathetisch vorkommt: Es ist nicht zu pathetisch. Es ist ein Zeichen dafür, dass du deine Arbeit ernst nimmst und dass auch die Leute, die sie konsumieren, sie ernst nehmen können. Die Mission sollte sogar ein wenig pathetisch sein und auf keinen Fall zum Beispiel ironisch gebrochen.

Sebastian Esser: Damit habe ich persönlich schlechte Erfahrungen gemacht. Vor vielen Jahren haben wir das Krautreporter-Crowdfunding gemacht. Einer der Sätze, die wir da gesagt haben, war: Der Online-Journalismus ist kaputt, und wir kriegen das wieder hin. Das war natürlich ein bisschen lustig gemeint. Natürlich waren wir 20 Hanseln nicht angetreten, um alles komplett zu revolutionieren und besser zu machen. Aber dieses Tongue-in-Cheek, dieses ein bisschen Ironische, versendet sich in einem Mission Statement total. Das haben die Leute sehr wörtlich genommen.

Sebastian Esser: Eigentlich hatten wir uns sogar eine andere Mission vorgenommen. Die lautete: Ihr seid die Crowd, wir sind die Reporter, gemeinsam sind wir Krautreporter. Um diese beiden Elemente zu betonen und das gemeinsame Journalismus-Machen. Aber das hat sich dann komplett versendet, weil die Ironie nach hinten losgegangen ist.

Justus Mache: Hättest du dann zum Beispiel in dem Fall gesagt, das hätte für eure Redaktion, für euer Team intern funktioniert und nur nach außen nicht? Oder würdest du mit ein bisschen Abstand sagen: Es war gut, dass wir auch intern davon weggegangen sind? Und wie habt ihr das überhaupt gelöst?

Sebastian Esser: Es hat lange gedauert. Inzwischen ist unsere Mission bei Krautreporter: Verstehe die Zusammenhänge. Das ist wieder ein sehr starkes Versprechen an die potenziellen Leserinnen und Mitglieder, und es wirkt auch nach innen. Im Nachhinein finde ich dieses „Ihr seid die Crowd, wir sind die Reporter, gemeinsam sind wir Krautreporter“ gar nicht schlecht, weil es auch nach innen hätte wirken können. Da sind wir möglicherweise nicht konsequent genug weitergegangen.

Sebastian Esser: Das hat sich übrigens damals Sascha Lobo für uns ausgedacht, ohne dass wir ihn wirklich darum gebeten hatten. Wir fanden es so super, dass wir es übernommen haben. Noch mal vielen Dank. Ich wollte es nur erwähnen, um nicht so zu tun, als ob es auf meinem Mist gewachsen ist. Und da haben wir es ein bisschen verbockt. Egal. Ich will nur sagen: So etwas kann man sich selbst ausdenken, und das hat durchaus eine lenkende Wirkung und kann sehr sinnvoll sein.

18:56Bei dir selbst anfangen und tiefer graben

Justus Mache: Super, vielen Dank für deine Erfahrung. Ich würde zum Ende gern noch ein bisschen ins Aktive gehen. Für jemanden, der sich das Video jetzt anschaut und überlegt, an seinem eigenen Mission Statement oder dem Wozu für sein oder ihr Projekt zu arbeiten: Hättest du da ein paar Hinweise und Tipps, etwas richtig Greifbares, was man machen könnte, um voranzukommen oder sich daran entlangzuhangeln?

Sebastian Esser: Ja. Man kann jetzt entweder zu einer großen Werbeagentur gehen, der 50.000 Euro geben und dann mit etwas wiederkommen, mit dem man nicht wirklich zufrieden ist. Oder man setzt sich eine Stunde konzentriert hin. Ich habe ein paar Hacks mitgebracht, die einem möglicherweise helfen, auf gute Ideen zu kommen, zwischen denen man sich dann nur noch entscheiden muss. Am Ende würde ich auch sagen: Versuch es einfach. Man kann es jederzeit ändern.

Sebastian Esser: Der erste Hack ist, dass man bei sich selbst beginnen sollte. Bei unabhängigen Medienmacherinnen ist es meistens so, dass sie erst mal allein anfangen, maximal zu zweit oder so. Dann hat das Medium natürlich wahnsinnig viel mit der eigenen Person und Persönlichkeit zu tun. Das heißt, man kann sich erst mal ganz persönlich fragen: Was ist denn mein persönliches Wozu? Wozu mache ich das? Was ist der Zweck? Was motiviert mich daran, dieses Projekt zu starten, das super viel Arbeit ist, und kein Mensch weiß, ob es sich bezahlt machen wird? Es gibt da also eine persönliche Motivation, und die in eigene Worte und in einen Satz zu fassen, das wäre der erste Hack.

Sebastian Esser: Also die Frage: Wofür stehst du? Das können unterschiedliche Motivationen sein. Geht es um Unabhängigkeit, um Gerechtigkeit, oder geht es darum, eine Lücke im publizistischen Markt oder im Internet zu füllen? Es gibt viele Gründe, warum man so ein Projekt angeht. Wenn man das erst mal aufschreibt, hat man wahrscheinlich schon ein erstes Mission Statement, das einen relativ weit tragen kann, vielleicht sogar für immer.

Sebastian Esser: Der zweite Tipp wäre, dass man versucht, noch tiefer zu graben, dass man wirklich guckt, ob man auf der tiefsten psychologischen Ebene angekommen ist. Es gibt eine Methode des japanischen Unternehmers Sakichi Toyoda, die sogenannte Warum-Methode. Nein, Wozu-Methode heißt die tatsächlich: Man fragt immer, wenn man schon einen Satz hat: Aber wozu? Das kann man mit allem machen.

Sebastian Esser: Nehmen wir zum Beispiel, ich improvisiere jetzt, ich hoffe, das geht nicht schief: „Ihr seid die Crowd, wir sind die Reporter, gemeinsam sind wir Krautreporter.“ Da könnte man locker fragen: Aber wozu? Und dann könnte ich sagen: Um die Welt ein bisschen erfahrbarer zu machen, indem man zusammen darüber … Und dann kann ich wieder fragen: Aber wozu? Ich glaube, dass dieses „Verstehe die Zusammenhänge“ im Grunde sehr eng damit verwandt ist. Wir haben nur noch ein paarmal gefragt: Aber wozu? Und dann kommt man zum Eigentlichen, man geht dem Ganzen auf den Grund.

Sebastian Esser: Das ist, glaube ich, eine ganz gute Methode. Bei so einem Mission Statement sind das Sachen, die ein bisschen ungesagt unter der Oberfläche bleiben. Wenn man die formuliert bekommt und den Leuten etwas, was sie sowieso schon ein bisschen ahnen oder was logisch klingt, noch mal gut vorformuliert als Häppchen vor die Nase hält, und dann nicken die dazu: Dann hat man, glaube ich, ein gutes Mission Statement, einen guten Satz.

22:42Problem, Feedback, Parkbank: weitere Tipps

Sebastian Esser: Ein weiterer Hack wäre, dass man sich diese Mission erst mal als Problem vorstellt, also als Lösung für ein Problem. Die Frage an dich selbst ist dann: Von welchem Übel, von welchem Problem willst du diese Welt befreien? Wie gesagt, Pathos ist in diesem Kontext total okay und nicht zu albern. Dann überlegt ihr euch dieses Problem. Man sollte aber nicht nur das Problem aufzählen, sondern es so umformulieren, dass man über die Lösung spricht und nicht über das Problem.

Sebastian Esser: Die Welt ist sehr kompliziert, das wäre das Problem. Ich verliere völlig den Überblick, ich fühle mich machtlos und will gar nicht mehr die Nachrichten einschalten. Das ist ein Problem. Aber die Lösung ist das, was die Mission ist. Das so umzuformulieren, könnte auch helfen.

Sebastian Esser: Dann habe ich noch einen ganz einfachen Tipp, nämlich: Frag andere Leute. Frag deine Freunde, was sie sagen, wenn du sie fragst: Warum, denkst du, mache ich das? Oder auch nur: Was bin ich denn für eine Persönlichkeit? Die sagen einem, glaube ich, sehr interessante Sachen, die man dann aufschreiben kann. So ein bisschen Feedback von Leuten, die einen ziemlich gut kennen, vielleicht nicht der eigene Partner oder die Partnerin, sondern eher Freunde, Bekannte, Kollegen oder so, das kann total helfen.

Sebastian Esser: Was auch hilft: dass man zum einen tiefer geht, aber zum anderen versucht, es noch höher zu hängen. Dass man überlegt: Was ist denn das Problem für die ganze Gesellschaft, das wir hier versuchen zu lösen? Da kommt dann dieses Pathos rein. Dass man es ein bisschen höher hängt, nicht zu bescheiden ist und sich nicht an kleinen, nervigen, konkreten Dingen aufhält, sondern über große, abstrakte Probleme spricht. Und selbst wenn das eine Spur zu pathetisch klingt, ist das total okay.

Sebastian Esser: Wenn das alles nicht weiterhilft, habe ich noch einen letzten Tipp: Geh raus, setz dich auf eine Parkbank und stell dir vor, neben dich setzt sich eine ältere Dame, die nichts vom Internet versteht, wahrscheinlich kein Smartphone bedienen kann und so weiter. Und die fragt dich: Wozu machst du denn das alles? Dann versuch, dieser Oma in möglichst wenigen Worten zu erklären, warum.

Sebastian Esser: Was auch super funktioniert, wirklich als allerletzter Tipp: das Ganze erst mal auf Englisch zu probieren, weil die englische Sprache dafür offenbar besser geeignet ist. Dann kann man es immer noch ins Deutsche übersetzen, um zu seiner Mission zu kommen.

Sebastian Esser: Das ist alles, was ich zu diesem Thema zu sagen habe, Justus. Aber ich kann nur jedem empfehlen, sich diese Stunde Arbeit zu machen, weil das enorm helfen kann, in die richtige Richtung zu laufen und nicht zu viele Umwege zu nehmen.

Justus Mache: Ich würde mich gern dafür bedanken. Jeder, der das jetzt sieht, hat in jedem Fall erst mal einen Grund loszulaufen und nicht nur zu sitzen und zu sagen: Ich weiß jetzt gar nicht, was zu tun ist. Danke, Sebastian, und wir sprechen uns bald wieder.

Sebastian Esser: Genau. Danke, Justus. Tschüss.

Justus Mache: Ciao.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Frag statt „Warum mache ich das?“ lieber „Wozu?“, denn diese Frage zielt auf den Zweck und hilft im Alltag.
  2. Miss jede Entscheidung an deiner Mission und sag Nein zu allem, was ihr nicht dient.
  3. Ein guter Satz nennt, was du anbietest, worum es geht und für wen es gedacht ist.
  4. Eine Mission darf ein wenig pathetisch sein, aber nie ironisch.
  5. Halte sie nach innen und außen gleich, probier sie aus und ändere sie, wenn es nötig ist.

Deine Mission beantwortet die Frage, wozu du das alles machst. Das klingt nach Sonntagsrede, hat aber handfesten Nutzen. Sebastian Esser hat viele Medienprojekte begleitet und hält ein ausformuliertes Mission Statement für einen der nützlichsten Sätze, die du für dein Projekt schreiben kannst. Im Video erklärt er Justus Mache, wie man diesen Satz findet.

Wozu, nicht warum

Die bessere Frage lautet nicht „Warum mache ich das?“, sondern „Wozu mache ich das?“. Der Unterschied ist klein, aber folgenreich. „Warum“ klingt nach Rechtfertigung, „wozu“ fragt nach dem Zweck, und mit einem Zweck kann man arbeiten.

Ein Mission Statement hilft dir auf zwei Arten:

  • Bei deinen eigenen Entscheidungen. Als Gründer:in hast du zu viel zu tun: schreiben, podcasten, publizieren, dazu Design und Technik. Ungefähr die Hälfte deiner Arbeit sollte die Vermarktung ausmachen. Also musst du Dinge weglassen. Mit einer klaren Mission kannst du jede Entscheidung prüfen: Dient das meiner Mission oder nicht? So fällt dir das Nein leichter, auch bei Dingen, die andere machen.
  • Bei der Entscheidung deines Publikums. Leser:innen und Hörer:innen erkennen an deiner Mission, ob deine Publikation zu ihnen passt und ob sie zu dieser Community gehören wollen.

Ein Mission Statement muss kein Schulaufsatz sein, ein kleiner Satz reicht. Ihn so dicht zu formulieren, dass er beides leistet, kostet trotzdem Mühe.

Was gute Mission Statements gemeinsam haben

Am schnellsten lernst du von anderen. Englischsprachige Medienmarken stellen ihre Mission meist gut sichtbar heraus, in Deutschland ist das seltener. Sebastian rät, eine Marke zu googeln, die du bewunderst. Oft steht die Mission schon im Suchergebnis.

Medium Mission Statement Was es leistet
Vox „Understand the News“ (früherer Claim) Drei Wörter, die Thema und Hauptleistung nennen
Quartz „A guide to the new global economy for people excited by change.“ Format, Thema und Zielgruppe in einem Satz
Axios „Smart, efficient news worthy of your time, attention, and trust.“ Spricht Leser:innen direkt an und verspricht, Zeit zu sparen

Quartz zeigt, wie viel in einem Satz stecken kann. „Guide“ beschreibt die Leistung, nicht den Kanal; ob Newsletter, Magazin oder Podcast, ist zweitrangig. „The new global economy“ sagt, worum es geht, und wer mit dem Begriff etwas anfangen kann, weiß sofort, dass er gemeint ist. „People excited by change“ schließlich benennt die Zielgruppe ausdrücklich.

Zugleich ist so ein Satz ein Anspruch an das eigene Team. Bei jedem Artikel kann es prüfen: Ist das tatsächlich ein Guide? Geht es um die neue globale Wirtschaft? Sprechen wir zu diesen Menschen?

Vox hat seinen Claim später geändert und setzte 2023 auf „Our world, explained“. Sebastian vermutet, dass „explained“ mehr verspricht als „understand“, das ein wenig nach Hausaufgaben klingt. Für dich heißt das: Probier deine Mission aus und ändere sie, wenn sie nicht trägt. Eintätowieren musst du sie dir nicht.

Wie viel Pathos verträgt eine Mission?

Mehr, als du denkst. Nach der Wahl von Donald Trump setzte die Washington Post im Februar 2017 „Democracy Dies in Darkness“ unter ihr Logo. Danach stieg die Zahl ihrer Digital-Abonnent:innen, man sprach vom Trump Bump. Viele Menschen identifizierten sich so sehr mit der Mission, dass sie mit ihrem Geld Teil davon werden wollten. Mit dem Produkt selbst hat der Satz wenig zu tun; er ist, wie Sebastian sagt, sieben Stockwerke höher angesiedelt. Wenn dein Projekt einen solchen Satz tragen kann, ist er eine Überlegung wert.

Ähnliches haben die New York Times mit dem Begriff „Truth“ und die FAZ 2019 mit ihrer Kampagne „Freiheit beginnt mit F“ versucht. Der Spiegel lebt seit Jahrzehnten mit Rudolf Augsteins „Sagen, was ist“. Über den Satz kann man streiten, aber er wirkt nach innen wie nach außen. Das Gegenbeispiel ist „Die Zeit ist anders“, ein Claim, der weder dem Team noch den Leser:innen hilft.

Sebastian rät: Eine Mission darf ein wenig pathetisch sein, denn das zeigt, dass du deine Arbeit ernst nimmst. Mit Ironie dagegen geht es schief. Beim Crowdfunding für Krautreporter 2014 standen auf der Seite zwei Überschriften, „Der Online-Journalismus ist kaputt.“ und „Wir kriegen das wieder hin.“ Gemeint war das augenzwinkernd, die Leute aber nahmen es wörtlich. Später lautete der Claim von Krautreporter „Verstehe die Zusammenhänge“, ein klares Versprechen an Leser:innen und Mitglieder, das auch nach innen wirkte.

Unabhängigen Medienmacher:innen empfiehlt Sebastian, die Mission nach innen und außen gleich zu halten. Eine Aufteilung in Mission, Vision und Strategie brauchst du nicht. Es reicht ein Satz, der auf einen Zettel an der Wand passt.

Sieben Wege zu deiner Mission

Du kannst eine Werbeagentur für 50.000 Euro beauftragen. Du kannst dich aber auch eine Stunde lang konzentriert hinsetzen. Die folgenden sieben Wege helfen dir, Ideen zu sammeln; danach musst du dich nur noch entscheiden.

  1. Fang bei dir selbst an. Unabhängige Medien beginnen meist mit einer oder zwei Personen und hängen eng an deren Persönlichkeit. Frag dich: Was treibt mich zu diesem Projekt, obwohl es viel Arbeit macht und niemand weiß, ob es sich bezahlt macht? Geht es um Unabhängigkeit, um Gerechtigkeit, um eine Lücke, die du füllen willst? Fass das in einen Satz.
  2. Grab tiefer. Frag bei jedem Satz: „Aber wozu?“ Das Prinzip kennst du vielleicht aus der 5-Why-Methode. Sie geht auf den japanischen Unternehmer Sakichi Toyoda zurück. Nach ein paar Runden stößt du auf das, was unter der Oberfläche liegt. Formulierst du es gut, nicken die Leute, weil sie es schon geahnt haben.
  3. Denk die Mission als Problem. Von welchem Übel willst du die Welt befreien? Ein Beispiel: Die Welt ist kompliziert, ich verliere den Überblick, fühle mich machtlos und will keine Nachrichten mehr einschalten. Dann formulierst du das so um, dass es von der Lösung spricht statt vom Problem.
  4. Frag andere. Frag Freund:innen, Bekannte oder Kolleg:innen, warum du das ihrer Meinung nach machst. Wer dich gut kennt, sagt oft Überraschendes. Schreib es auf.
  5. Häng es höher. Welches Problem der ganzen Gesellschaft versuchst du zu lösen? Sei nicht zu bescheiden und sprich über das große Problem statt über kleine, lästige Einzelheiten.
  6. Erklär es auf der Parkbank. Stell dir vor, neben dir sitzt eine ältere Dame, die nichts vom Internet versteht. Sie fragt: „Wozu machst du das alles?“ Antworte in möglichst wenigen Worten.
  7. Versuch es zuerst auf Englisch. Englisch eignet sich laut Sebastian besser für solche Sätze. Übersetzen kannst du danach.

Dann probier deinen Satz aus. Du kannst ihn jederzeit ändern.

Wie es weitergeht

Die Mission beantwortet das Wozu. Was dein Angebot von anderen unterscheidet, klärt die Lektion Finde dein Alleinstellungsmerkmal. Wie daraus ein konkretes Angebot für Mitglieder wird, steht in Welche Gegenleistungen gehören in deine Mitgliedschaft?.

Häufige Fragen

Was ist ein Mission Statement?

Ein Mission Statement sagt, wozu es dein Medium gibt, meist in einem einzigen Satz. Er hilft dir bei Entscheidungen und zeigt deinem Publikum, ob deine Publikation zu ihm passt.

Wie formuliere ich ein Mission Statement für mein Medium?

Nimm dir eine Stunde Zeit. Fang bei deiner persönlichen Motivation an und frag bei jedem Satz „Aber wozu?“, bis du beim Kern bist. Weiter helfen die Fragen, von welchem Problem du die Welt befreien willst und wie du einer älteren Dame auf der Parkbank erklärst, was du machst.

Was sind gute Beispiele für Mission Statements von Medien?

Sebastian Esser nennt im Video unter anderem den früheren Vox-Claim „Understand the News“, „Smart, efficient news worthy of your time, attention, and trust“ von Axios und „Democracy Dies in Darkness“, das die Washington Post seit 2017 nutzt. Weitere Beispiele findest du, wenn du deine Vorbildmedien googelst.

Wie lang sollte ein Mission Statement sein?

So kurz wie möglich. Ein kurzer Satz reicht, bei Vox waren es drei Wörter. Er sollte auf einen Zettel an der Wand passen.

Brauche ich eine interne und eine externe Mission?

Für unabhängige Medienmacher:innen empfiehlt Sebastian Esser, beides gleich zu halten. Eine Aufteilung in Mission, Vision und Strategie ist für kleine Projekte meist nicht nötig.

Passt dazu

Coach

Justus Mache

Media Maker Success bei Steady

Justus hilft bei Steady Medienmacher:innen dabei, Mitgliedschaften zu starten und dauerhaft zu betreiben. Im College erklärt Justus, wie du Preise, Pakete und Gegenleistungen festlegst.

Coach

Sebastian Esser

Gründer von Steady

Sebastian hat Krautreporter mitgegründet, das Magazin, das von seinen Mitgliedern finanziert wird, und schreibt den Newsletter Blaupause. Im College erklärt Sebastian, wie Mitgliedschaften funktionieren.